Jäger, Waldbesitzer und Förster gemeinsam für stabilen Wald

Infoveranstaltung WiWaldI in NRW

Jäger, Waldbesitzende, Forstleute, Regionalforstamt und Untere Jagdbehörde waren mit ca. 25 Personen gekommen, um Neuigkeiten und Ergebnisse zu der Wald-Wild-Thematik aus dem WiWaldI-Projekt der ANW in der Pilotregion NRW zu erfahren. In einer sehr offenen, konstruktiven, von gegenseitigem Verständnis geprägten Atmosphäre tauschte man sich bis ca. 22.00 Uhr engagiert aus.

Bekanntes und weniger Bekanntes wurde von den Referenten der Hochschulen und aus dem WiWaldI-Projekt berichtet.

·  Das Wild hat einen nicht akzeptablen Einfluss auf die Anzahl der durchkommenden Baumarten. So wird der angestrebte Mischwald in vielen Regionen nicht möglich sein. Der Einfluss auf Dichte und Anzahl der Krautarten ist aber positiv.

·  Die Deckung für das Wild wird besser, da die Verjüngung der Baumarten mehr Fläche besiedelt und höher wird.

·  Eine Auswirkung des Wildverbisses bei krautigen und holzigen Pflanzen auf die Insektenwelt konnte noch nicht nachgewiesen werden

·  Die präventiven Vermeidungskosten bzw. die finanziellen betrieblichen Einbußen bei verbissbedingtem Ausfall einzelner Baumarten (Entmischung) werden mit 40 – 150 €/Jahr/ha für die berechneten Beispiele angegeben. Es wird angestrebt, die Entmischung zum Gegenstand der Wildschadensbewertungsrichtlinie zu machen.

·  In der Praxis können viele Probleme vertraglich geregelt werden, ohne dass es ein Gesetz braucht. So können z.B. die Baumarten, die in einem Jagdrevier unbedingt ohne Schutz durchkommen sollen, im Jagdpachtvertrag festgelegt und bei dem jährlichen Waldbegängen kontrolliert werden.

Die Teilnehmenden bestätigten, dass es ein praxisrelevanter und informativer Abend gewesen sei, von dem jeder Anregungen mit nach Hause nehmen konnte.

Hans v. d. Goltz
Pilotverantwortlicher NRW

Präsentation aus dem Teilvorhaben der TU Dresden zum Download