Fotodokumentation – Vegetationsaufnahmen Frühblüher

Vom 24.04. bis 08.05.2025 war ein Team unserer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in Thüringen (Beichlingen) und Baden-Württemberg (Baar, Schwäbische Alb) unterwegs, um Frühblüher innerhalb der Kontrollzäune und auf den ungezäunten Untersuchungsflächen zu erfassen.

Ziel war es, mittels Vegetationsaufnahme Entwicklung und Wachstum von den Waldbodenpflanzen zu dokumentieren, die im Frühjahr vor dem Laubaustrieb der Bäume blühen und so von Licht und Wärme auf dem Waldboden profitieren. Bei diesen mehrjährigen Pflanzen sterben die oberirdischen Pflanzenteile bereits im Sommer oder zum Winter hin ab. Sie überdauern die für sie langen ungünstigen Jahreszeiten verborgen unter der Erdoberfläche, in Form von Knospen tragenden Zwiebeln, Knollen, Rhizomen oder Wurzelstöcken.


(Auf die Bilder klicken, um diese in Vollansicht zu zeigen.)

Los ging es in Thüringen. Für die Frühblüheraufnahmen am Zaun nutzen die Wissenschaftler einen Metalldetektor zum Aufspüren der metallischen Erdnägel sowie farbige Peilstangen zum Markieren der Eckpunkte der ungezäunten Referenzflächen.


Dokumentiert wurden unter anderem Frühlungs-Platterbsen sowie Gelbe Windröschen. In verjüngungsreichen Zaunflächen war das manchmal gar nicht so einfach… 

In Baden-Württemberg leisteten Steffi Heinrichs und Torsten Vor auch bei Regen vollen Einsatz! 

Gefunden haben sie unter anderem die Lilienart Türkenbund, die bei Wild besonderes beliebt ist, dreilappige Leberblümchen sowie eine Zaunfläche, die von einer umgefallenen Fichte eingedrückt wurde. Da der Zaun das Wild nun nicht mehr zurückhält, und die Fläche damit nicht mehr “wildfrei” ist, wird sie bei weiteren Auswertungen nicht mehr berücksichtigt werden können – auch sowas passiert mal!